Präsentation Jahrbuch 2025
Am 29.5. 2026 fand im Schloss Biesdorf die Präsentation des Jahrbuches 2025 des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf als gemeinsame Veranstaltung mit dem Verein Freunde Schloss Biesdorf statt. Olaf Michael Ostertag, der Vorsitzende des Heimatvereins, begrüßte die 41 erschienenen Gäste. Herr Ostertag informierte darüber, dass das Jahrbuch 2025 unter dem Titel „Unser Marzahn-Hellersdorf – Einblicke in Geschichte, Gegenwart und Zukunft“ die Vorträge des Tages der Regional- und Heimatgeschichte vom 11. Oktober 2025 enthält. Ergänzt werden diese durch einen postum veröffentlichten Auszug aus der Schrift von Volkmar Hänel „Zwischen Kreuz und Hakenkreuz“, den Beiträgen: Joachim Klee „25 Jahre Turmmuseum der Jesuskirche in Berlin-Kaulsdorf“, Dr. Christa Hübner (†), Claas Reise „35 Jahre Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e. V.“, den von Renate Schilling erstellten Chroniken für 2024 und 2025 sowie dem von Ninon Suckow erarbeiteten „Register der Jahrbücher des Heimatvereins von 2019 bis 2025“. Die im Jahrbuch veröffentlichten Beiträge ermöglichen einen Blick in die Geschichte unseres Bezirkes, die, das belegen archäologische Funde, eine Besiedlung seit 10.000 Jahres aufweist. Ergebnisse der neusten Ausgrabungen enthält der Artikel von Ralf Miltenberger, André Langer „Die Grabungen auf dem ehemaligen Gut Biesdorf 2017 und 2018. Miltenberger und Langer gaben in ihrem Vortrag während der Präsentation einen kurzen Überblick über Methoden und Ergebnisse ihrer Ausgrabung.
Herr Ostertag sprach darüber, dass die Beiträge von Renate Schilling „Die Entstehung unserer Dörfer seit dem hohen Mittelalter“, Karl-Heinz Gärtner „Der lange Weg nach Groß-Berlin 1850–1920“, Klaus Leutner „Das Geheimnis um das Grab von Błażej Stolarski auf dem Parkfriedhof Marzahn“ Bezirksgeschichte verschiedener Zeitabschnitte der Vergangenheit behandeln.
Mit dem Beitrag von Axel Matthies, Mitglied des Vereins Freund Schloss Biesdorf, den er erstmals öffentlich vorstellte, „Das war der totale Vertrauensbruch. Zum nachverdichtenden Wohnungsbau in der Großsiedlung Hellersdorf“ wird ein aktuelles politisches Thema angesprochen. Das machte Matthies in seinem Vortrag deutlich, in dem er vor allem eine Politik kritisierte, die in den erfolgten Neubau von zwei mehrstöckigen Wohnhäusern auf zwei Innenhöfen in Hellersdorf die Anwohnenden nicht mit einbezogen hatte. Wie aktuell das Thema ist und die Kritik von den Anwesenden z.T. geteilt wird, zeigte die anschließende Diskussion.
Der Beitrag von Eva Hertzsch und Adam Page „Vom Abriss über Brachen zur „Laborschule Berlin“ als Schule der Zukunft für Hellersdorf“ greift das Thema Abriss von Kitas und Schulen in Hellersdorf im Rahmen des Stadtumbau Ost auf und verbindet dieses mit neuen Möglichkeiten für Neubauschulen.
Gerhard Pritzlaff, Vorsitzender des Vereins Freunde der Gärten der Welt, bietet in seinem Beitrag „Von der Berliner Gartenschau zu den Gärten der Welt“ einen kurzen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Gärten der Welt in vielen Bildern.
Dr. Wolf R. Eisentraut äußert in seinem Beitrag „Altes Rathaus in Marzahn-Geschichte und Zukunft“ seine Überzeugung, dass die jetzt begonnene Sanierung des Gebäudes viel von der ursprünglichen Substanz bewahren wird.
Daniel Heimbach vermittelte mit seinem Vortrag während der Präsentation „Urban Authenticity Marzahn-Hellersdorf - Aushandlungsprozesse zwischen Erinnerung, Transformation und Zukunft in Marzahn-Hellersdorf“, wie jemand, der nach 1990 geboren ist, auf die jüngere Geschichte unseres Bezirkes blickt und bewertet.
Zum Abschluss der Präsentation bedankte sich Ostertag bei den Anwesenden für ihre Teilnahme und rege Diskussion sowie bei Kerstin und Claas Reise, Renate Schilling und Lutz Gutsche für die redaktionelle Arbeit sowie für die Erstellung des Layouts bei Vija Kasparson.
Auf eine Neuheit des Jahrbuches sei auch noch hingewiesen, Olaf Michael Ostertag hat die einleitenden Texte für die einzelnen Beiträge verfasst.
Mit diese Veranstaltung wurde das neue Jahrbuch der Öffentlichkeit vorgestellt und der Vertreib begonnen. Das Jahrbuch ist für 10 Euro erhältlich im Bezirksmuseum, in Buchhandlungen und direkt beim Heimatverein. Der Heimatverein bietet das Jahrbuch zudem wieder bei öffentlichen Veranstaltungen an.
Renate Schilling

